Fenster geputzt, Schlieren drauf – und im Gegenlicht sieht es schlimmer aus als vorher. Das liegt fast nie am Putzmittel. Es liegt an der Technik, am Tuch, am Zeitpunkt. Hier stehen die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet.
Fehler 1 – Falsches Tuch
Baumwolllappen, Küchenpapier, alte T-Shirts – sie hinterlassen alle Fasern auf dem Glas.
Was funktioniert:
Mikrofasertuch – trocken zum Nachwischen. Nimmt Wasser auf ohne Schlieren zu hinterlassen.
Fensterleder (Hirschleder) – der Klassiker. Gut ausgewrungen, zieht das Wasser sauber ab.
Gummirakel – für größere Flächen. Zieht das Wasser in einem Zug ab, keine Schlieren wenn die Technik stimmt.
Tipp: Mikrofasertücher nie mit Weichspüler waschen – der macht sie schmierig und sie hinterlassen genau die Schlieren die man vermeiden will.

Fehler 2 – Falsches Putzmittel
Zu viel Putzmittel ist einer der häufigsten Fehler. Die Schlieren kommen nicht weil zu wenig, sondern weil zu viel verwendet wurde.
Was funktioniert:
Ein Tropfen Spülmittel auf einen Eimer Wasser – mehr braucht es nicht.
Spezielle Glasreiniger (Spray) – für kleine Flächen okay, für ganze Fenster unpraktisch und teuer.
Essigwasser (1 Teil Essig, 10 Teile Wasser) – gut gegen Kalkflecken.
Was nicht funktioniert:
Allzweckreiniger – hinterlässt Rückstände.
Zu viel Schaum – lässt sich schwer abwischen und hinterlässt Schlieren.
Fehler 3 – Falscher Zeitpunkt
Bei praller Sonne Fenster putzen ist die häufigste Ursache für Schlieren.
Die Sonne trocknet das Wasser auf dem Glas bevor man es abwischen kann. Es bleiben Kalkringe und Putzmittelreste zurück.
Wann putzen:
Bewölkter Tag – ideal. Das Wasser trocknet langsamer, man hat Zeit sauber abzuwischen.
Morgens oder abends – wenn die Sonne nicht direkt aufs Fenster scheint.
Nie bei Frost – das Wasser friert auf dem Glas bevor man fertig ist.

Die richtige Technik
Reihenfolge:
- Rahmen und Fensterbänke abwischen – bevor das Glas geputzt wird. Sonst tropft der Schmutz vom Rahmen aufs saubere Glas.
- Glas nass wischen – mit feuchtem Tuch oder Waschbürste. Gleichmäßig, ohne Flecken auszulassen.
- Abziehen oder trocken nachwischen – Rakel von oben nach unten in einem Zug. Oder Mikrofasertuch trocken.
- Kanten abwischen – mit trockenem Tuch die Wasserreste an den Rändern entfernen.
Beim Rakel: Nach jedem Zug das Rakelblatt mit einem Tuch abwischen. Sonst verteilt man den Schmutz wieder auf dem Glas.

Hartnäckige Flecken – was hilft?
Kalkflecken:
Essigwasser oder Zitronensäurelösung – einwirken lassen, dann abwischen. Nicht auf Naturstein oder Marmorfensterbänken verwenden.
Vogelkot:
Erst einweichen – trockenen Vogelkot nie trocken abkratzen, das zerkratzt das Glas. Mit feuchtem Tuch aufweichen, dann abwischen.
Aufkleber und Klebereste:
Alkohol (Isopropanol) oder Nagellackentferner auf ein Tuch – vorsichtig reiben. Danach Glas normal reinigen.
Schimmel an den Dichtungen:
Kein Glasreiniger – das hilft nicht. Spezialreiniger für Silikondichtungen oder verdünnter Haushaltsalkohol.
Wann lohnt es sich, jemanden zu rufen?
Selbst putzen lohnt sich bei normalen Fenstern im Erdgeschoss – mit der richtigen Technik ist das in einer Stunde erledigt.
Anders wird es bei:
- Wintergärten mit schwer zugänglichem Dach
- Großen Glasfronten
- Solaranlagen
- Fenstern die man von innen nicht gut erreicht
- Wenn nach dem Putzen immer noch Schlieren da sind und man nicht weiß warum
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Kurz zusammengefasst
- Mikrofasertuch oder Fensterleder – kein Baumwolle, kein Küchenpapier
- Wenig Putzmittel – ein Tropfen Spülmittel auf einen Eimer Wasser reicht
- Nicht bei Sonne putzen – bewölkter Tag oder morgens/abends
- Rahmen zuerst, dann Glas
- Rakel nach jedem Zug abwischen

